Das Belgien als das Mutterland der Pommes frites gilt, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Darüber hinaus weiß man über die Küche und die Trinkkultur dieses Landes dennoch nur wenig. Dieser Umstand mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass die meisten Menschen mit Belgien nur die Hauptstadt Brüssel verbinden. Doch die elf Millionen Einwohner Belgiens verteilen sich sowohl auf Brüssel als auch auf die Regionen Wallonien und Flandern. Aus der Stadt Roeselare in Westflandern macht sich nun ein neuer Gin auf den Weg, die Welt zu erobern. Bestens ausgerüstet mit Stil und unvergleichlichen Extras.

Ein ambitionierter Newcomer | X-Gin

Gin und Kakaoflocken, kann das funktionieren? Ja, es kann. Und wie! Der X-Gin versteht sich als Premium-Produkt. Das Design der Flasche wirkt klobig und etwas schwerfällig, sie erinnert in ihrer Form und ihrem Aufdruck ein wenig an viktorianische Parfumflakons oder wenigstens den Klassiker Chanel No. 5. Ein wenig Gold, etwas mehr Schwarz und eine Kordel mit einer kleinen, gefüllten Kugel. In jedem Fall ist das Design schon einmal gut gelungen: schlicht, aber dennoch auffällig im Dschungel der inzwischen unzähligen Gin-Marken. In dieser Unübersichtlichkeit versucht der X-Gin mit seiner Kakao-Beigabe zu überzeugen.

Kakaobohnen treffen auf Bananenchips und Chilischoten

In der kleinen Kugel am Flaschenhals befinden sich Kakaoflocken. Diese sollen tatsächlich in den Gin gestreut werden. Dort treffen sie auf Aromen, die man in einem Gin nicht unbedingt erwartet. Natürlich kommt auch der X-Gin nicht ohne Wachholder aus, doch das Destillat wird unter anderem mit kolumbianischen Kakaobohnen angereichert. Daraus erklärt sich auch der Name des Gins. Das X des Wortes Xolato wird tatsächlich als „ch“ ausgesprochen, sodass aus „Cholato“ letztlich „Chocolate“ wird. Doch damit nicht genug. Das Aroma wird weiter verfeinert, indem geröstete Haselnüsse und Mandeln aus Italien sowie Bananenchips, Zitrone, Himbeere, Pfeffer, Vanilleschoten und Chili aus Madagaskar hinzugefügt werden. Was mit dem Flaschendesign angedeutet wird, setzt sich hier fort: unverwechselbar werden und aus der Masse herausstechen.

Gelingt das Experiment?

Wer seinem Gin sage und schreibe 15 Botanicals hinzufügt, muss das Risiko lieben. Umso mehr, wenn es sich um eine derart ausgefallene Zusammenstellung handelt. Die Ideengeber und Köpfe hinter dem Experiment sind Patrick von Stokerij und Peter von Xolato und man kann den beiden sowohl zu ihrem Mut als auch zum gelungenen Experiment selbst gratulieren. Ausgehend von dem fantastischen Duft, den die Flocken aus der kleinen Kugel verströmen, sollte dieser Gin zudem besser mit einem Stück belgischer Schokolade aus dem Hause Xolato genossen werden als mit einem herben Tonic. Die Flocken im Glas lassen sich auf diese Weise auch optisch viel besser genießen. Der X-Gin grenzt sich auch damit in seiner Extravaganz von vielen anderen Gins ab und fordert den Spirituosenliebhaber dazu auf, sich auf etwas Neues einzulassen. Empfohlen wird der Gin mit dem Fever-Tree Mediterranean Tonic! Cheers!


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  • Spirituose: Gin
  • Made in Belgium
  • Alkoholgehalt: 46% vol.
  • Flascheninhalt: 0,5l
  • Preis pro Liter: 90€

Fotoquelle / Web: x-gin.be


Autor: michael-wodz.de

Ein Artikel des STAMMTISCH. Magazins: stammtisch-magazin.de