Der Gin ist nicht nur Hauptbestandteil so beliebter Cocktails wie Martini oder beim Longdrink Gin Tonic, sondern wird von Kennern der Szene auch pur verköstigt. Insbesondere, weil der Kieler Tüftler und Bartender, Andreas Werner, mit seinem Spitzmund Gin für Begeisterung sorgt. Was macht seinen Gin so besonders und worauf kommt es bei einem guten Gin an?

Der Gin und seine Aromen – eine Wissenschaft für sich

Die Geschichte des Gins reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zum Arzt Franciscus Sylvius zurück. Der Begründer der naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin und klinischen Chemie hatte in seinem Medizinschränkchen in Holland auch einen Wacholderschnaps namens Genever stehen. Als später Wilhem III. von Oranien-Nassau in England zum König gekrönt wurde, brachte er den Genever aus der Heimat mit – aus Genever wurde Gin. Da die Aromatisierung während der Destillation erfolgt, erfordert die Prozedur einen erfahrenen „Handwerker“. Bei der Herstellung kommen bis zu 120 verschiedene Zutaten als Aromen und Wirkstoffe zum Einsatz. Und gerade die Rezeptur ist beim Gin von Spitzmund besonders ausgetüftelt.

Wie der Gin aus Kiel entstand

Kiel, die Landeshauptstadt des schönen Schleswig-Holsteins, ist nicht nur durch die Kieler Woche in aller Welt bekannt, sondern auch wegen seiner kreativen Köpfe. Einer davon ist Andreas Werner, Barkeeper aus Leidenschaft, der seine Gäste schon mal mit molekularen Cocktails oder Drinks mit Blattgold überrascht. Barkeeper haben ja immer einen guten Draht zu den Gästen und sind gute Zuhörer und Beobachter. So fragt sich Andreas Werner, weshalb seine Gäste Gin fast ausschließlich mit Tonic Water bestellen. Wobei der Frauenanteil bei der Gin-Verköstigung generell sehr gering ist. Hier herrscht offensichtlich Handlungsbedarf. Es gilt, einen Gin zu kreieren, der sowohl klassisch mit Tonic als auch pur schmecken soll. Zudem soll der Gin mit rotem Trauben- und Cranberrysaft harmonieren und so die Damenwelt begeistern. Über Monate hinweg wird an der Rezeptur gefeilt. Da sich Andreas mit Land und Leuten sehr verbunden fühlt, sucht er nach einem erfahrenen Destillateur aus der Region – und findet ihn mit Ralf Stelzer. Immer wieder wird mit „gespitztem Mund“ genossen, bis schließlich ein köstliches Destillat die Geschmacksknospen erfreut. Daher auch der Name: Spitzmund. Da versteht es sich fast von selbst, dass für die Herstellung ausschließlich Naturprodukte verwendet und keine Zusatzstoffe oder Aromaextrakte beigemengt werden – Qualität „handcrafted“ in Schleswig-Holstein.

Kiel – die neue Gin-Metropole?

Es zeigt sich, dass es nicht immer Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München sein müssen, in denen besondere Drinks kreiert werden. Der Spitzmund Gin dürfte seine Erfolgsgeschichte ungebremst fortsetzen, da er über bemerkenswerte Eigenschaften verfügt. Der milde Gin lässt sich pur genießen und es gibt jetzt eine echte Alternative zum Tonic Water. Gerade auch die Damen erfreuen sich an der Tatsache, dass der „Red Gin“ von Spitzmund mit Botanicals wie Apfel und Pflaume, im Weinglas auf Eis serviert, mit so gut wie allen roten Säften köstlich harmoniert (Kirsch, Trauben, Cranberry, Rhabarber, etc.). Für die kalte Jahreszeit steht dann der „Hot Spitzmund“ mit Honig, Zitrone, Nelken und heißem Wasser bereit. Damit wird der Gin zum Ganzjahresvergnügen. Und bei Spitzmund wird ständig weitergetüftelt: Der in streng limitierter Auflage erhältliche „Sherry Cask Reserve“ lagert in einem ehemaligen Sherry-Oloroso-Fass und verwöhnt mit weichen, zarten aber auch gehaltvollen Aromen wie Nuss, Vanille, Traube und Holz. Wie Andreas verrät ist für April/Mai die Einführung eines weiteren Produkts geplant. Dabei wird es sich um 500 limitierte Flaschen handeln.


Geschmack:

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Wir haben Spitzmund in zwei Gin & Tonic Variationen probiert. Einmal die Milde Variation mit dem Fever Tree Mediterranean Tonic und einmal mit dem trockenen Extra Dry Tonic von Aqua Monaco. Eins vorweg – Spitzmund Gin verträgt sich mit beiden Fillern prächtig. Wer sich einen runden und harmonischen Gin & Tonic wünscht, greift zum Fever Tree Tonic. Eine sehr milde und ausbalancierte Rezeptur der beiden Produkte macht den G&T zu einem sehr harmonischen Drink. Eine gesunde Mischung aus Früchten und Kräutern macht Lust auf mehr.

Für alle die sich mehr Geschmack wünschen, greifen zum Aqua Monaco Extra Dry Tonic. Kardamom und Wacholder im Tonic unterstreichen bestens die Aromen des Spitzmund Gins ohne sie zu verfälschen. Die viele Kohlsäure gibt dem Drink die richtige Perlage und frische. Und auch in der zweiten Variation schafft es der Spitzmund Gin die Bitternote des Tonics auszubalancieren. Probiert es aus und lasst es euch schmecken!



  • Spirituose: Gin
  • Made in Germany
  • Alkoholgehalt: 47%
  • Flascheninhalt: 0,5l
  • Preis: 73€ pro Liter

Web: spitzmund.com

Händler / Onlineshop: rumundco.de

Fotoquelle: stephanie-syfus.de