Ihr kennt das sicher auch. Da ist man in einen Nerven aufreibenden, die Haare zu Berge stehen lassenden, der Partnerin an starker Schulter Schutz bietenden Horror-Thriller vertieft – und dann das. Werbung! Nicht nur, dass das Herzblatt gleich wieder das Weite sucht, auch die Stimmung des Movies ist dahin. Ja – über Werbung lässt sich trefflich streiten. Vor allem, wenn man die Werbespots etwas genauer unter die Lupe nimmt. Ein Grund mehr, hier im Blog darüber zu diskutieren. Mich hat z. B. der TV-Spot des Energy Drinks 28 Black mit unterschiedlichen Eindrücken zurückgelassen.

Der etwas andere TV-Spot – passend zum Drink?

Als ich mir den Spot das erste Mal ansah, dachte ich: „Was soll das denn bitte sein?“ Der Werbespot erinnerte mich an einen alten Windows 98 Bildschirmschoner, der Audioteil indessen schien mir eher geeignet als Hintergrundmusik für eine Clown-Show. Ansonsten keinerlei Informationen zum Produkt. Was war das für ein rotes Etwas, das sich in die schwarze Dose ergoß und auf einmal für gute Laune und tanzende Schatten sorgte? Dann die Stimme aus dem Off: „28 Black, der Energy Drink – schmeckt anders, ist anders!“ Und da dachte ich mir plötzlich: „Hm, stimmt eigentlich.“ Von dieser Sichtweise aus betrachtet, schien der Werbespot dann wieder zu passen. Vielleicht will der Spot, indem er „erfrischend“ anders ist, so auf die herausragende Eigenschaft des Getränks hinweisen. Aber weshalb vermisste ich überhaupt etwas?

Spiegelt sich das Budget im „guten Geschmack“ wider?

Wir sind zweifelsohne verwöhnt. Gerade auch was die Werbung betrifft. Fürs TV darf es schon eine sehr aufwendige Produktion sein. Ohne schöne Kulissen wie Traumstrände oder Luxusimmobilien, in denen uns perfekt schöne Menschen begegnen, die uns noch perfektere Waren und Dienstleistungen anbieten, droht leicht der Griff zur Fernbedienung. Regel 1 lautet: Die Werbung selbst muss gar nicht immer „gut“ sein, sie muss nur gut wirken. Man fragt sich z. B., wieso eine Werbebotschaft funktioniert, wenn ein Roooobert zu seiner Carmen sagt: „Je mehr (Strom) wir verbrauchen, desto mehr sparen wir“, worauf Carmen ordinär loslacht. Seltsam! Dadurch, dass der Verbraucher durch die Aussage ja für dumm verkauft wird, müsste es doch auch ein schlechtes Licht auf das werbende Vergleichsportal werfen. Aber vermutlich gilt auch hier die oben formulierte Regel. Indessen scheint bei einem Drink der gute Geschmack in jeder Hinsicht von entscheidender Bedeutung.

Gute Werbung – ohne Emotionen geht gar nichts

Kinder und Tiere funktionieren in der Werbung immer, lautet eine alte Werbeweisheit. Na ja, ist auch wieder Geschmackssache. Ok, ein Baby, das süß vor sich hin giggelt oder loslächelt, erwärmt die Herzen. Kinder, die in der Werbung altklug rüberkommen, da sie die Sprüche der Werbetexter klopfen, sind dagegen eher nervig. Aber auf all das verzichtet eben der Werbespot von 28 Black – ja sogar auf das beliebte Motto: Sex sells! Denn wie die weiblichen Schatten im Detail aussehen, überlässt der Werbespot der Fantasie des Betrachters. Soll das die Neugierde wecken? Bei mir hat’s funktioniert.

Klapprechner auf – Spionagemodus an

Der Browser fährt die Website hoch und ich so… Häää? Ist das 28 Black? Mein Browser muss kaputt sein. Beim genauen hingucken erkenne ich tatsächlich die Schwarze Dose und muss feststellen, dass der Werbespot und die Website unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der Website sind coole, junge, individualistische und freiheitsorientierte Menschen zusehen die den Zeitgeist prägen. Anschließend stelle ich mir die Frage: Wer zum Teufel war nochmal dieser Corporate Identity? 😉

black28

Nebenbei erfahre ich noch auf der Website, dass es sich bei 28 Black um einen veganen, laktose-, gluten- und taurinfreien Drink ohne künstliche Farb- und Konservierungsstoffe handelt. Aha. Und die rote Farbe stammt von der brasilianischen Açaí-Beere, die 7 Mal mehr Energie liefert als Milch. Na, wenn das so ist – kann ich den nächsten Hangover ja locker überspringen.

Abgesehen von dem Werbespot, ist 28 Black ein gute Alternative zu herkömmlichen Energy Drinks!

Fotoquelle: www.28black.com/de